Während des Vortriebs wurde man überall auf der Baustelle
- insbesondere aber bei Betreten des Tunnels - von allen Seiten mit einem
herzlichen "Glück auf!" begrüßt.
Was für den "Fremden" zunächst ungewohnt klingt,
hat einen historischen Hintergrund und ist im Tunnelbau bzw. dem gesamten
Bereich "Bergbau" die selbstverständliche Grußformel:
"Glück
auf! ist der Bergleute gewöhnlichster Gruß. Und würden Sie es sehr übel
empfinden, wenn einer sagen wollte: Glück zu. In dem die Klüfte sich nicht
zu-, sondern auftun müssen"
(nach Hertwig)
Diese Grußformel lässt sich weit zurückverfolgen (z.B.:
"Bergwörterbuch 1871"). Die Herkunft reicht bis in die zweite
Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück, wo sie allgemein gebräuchlich war. Zuvor grüßte man mit den "gewöhnlichen"
Aufmunterungsfloskeln "Frisch auf!", "Wohl auf"
"Heisa" bzw. "Eia", u.ä.
"Glück auf!" könnte so aus den
Formulierungen "ich wünsche Glück, auf dass die Gänge sich Dir
auftun!" und "Glück schließe Dir auf!" (im Gegensatz zu:
"Glück schließe sich Dir zu!") zusammengezogen sein.
Andere Quellen verweisen in diesem Zusammenhang auch auf den gebräuchlichen
"Schiffergruß" "Glück an!" - also "Glück
auf!" im Sinne von "Das Glück führe Dich wieder aus der Tiefe
der Grube ans Tageslicht".
Im Lied "Grubenklänge" von Daub heißt es "Glück
auf und nie Glück ab!", was als Aufmunterung im Sinne von "Dein
Glück steige, mehre sich" interpretiert werden könnte.
"Eisen
und Schlägel" -
das Bergmannszeichen
Das Eisen(rechtes Werkzeug) ist ein
Spitzmeißel und wurde am Gestein oder Erz angesetzt. Mit dem Schlägel(links) wurde auf das Eisen geschlagen.
Bergmannszeichen
auf
der Luftbogenschale am Nordportal
Die Gewinnung des Erzes erfolgte im Bergbau des Erzgebirges bis ins 20.
Jahrhundert hinein mit verschiedenen Werkzeugen und Verfahren, aber fast
immer ausschließlich von Hand.
Erz und Gestein gewann man jahrhundertlang mit Eisen und Schlägel,
den noch heute als Bergbausymbol bekannten Werkzeugen. Das Eisen ist ein
Spitzmeißel und wurde am Gestein oder Erz angesetzt. Mit dem Schlägel
wurde auf das Eisen geschlagen. Das Symbol findet sich in zahlreichen
Wappen und in der Kunst wieder.
Das Bergmannszeichen schwebt davon..
Am 16. Juli 2004, unmittelbar vor Beginn der Verfüllungsarbeiten
wurde das Bergmannszeichen abgebaut und per Baukran von der
Luftbogenschale gehievt, wo es bis dahin thronte.
Das Zeichen wurde dann bei der Ausstellung der Realschule Triberg in
der Sparkasse Hornberg ausgestellt - danach geht es in den Besitz der
RST über und wird einen würdigen Platz an der Schule bekommen.
Zum Größenvergleich:
Das abgebaute Bergmannszeichen und
der Sohnemann (acht Jahre) der Chef-Webwühlmaus.