12. Februar 2003 - Der große Tag oder: "Protokoll eines Durchschlags" |
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Trügerische Ruhe: Um die Mittagszeit des 12. Februar herrschte am Voreinschnitt Süd noch absolute Ruhe. Es war ein frostiger Tag... |
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Im Inneren wurde am 11. Februar die letzte "komplette" Ortsbrust gebohrt und mit Sprengstoff besetzt. Im linken Firstbereich wurde das Gestein von Abschlag zu Abschlag schlechter... |
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12. Februar - ca. 12.00 Uhr: Nach dem Schuttern und den Sicherungsarbeiten, die sich den ganzen Morgen hingezogen haben, konnte man deutlich den Rohrschirm erkennen. Das braune Material in der Bildmitte erweist sich als Hangschutt - links unten sieht man einen Litzenanker aus dem lockeren Material ragen. |
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12. Februar - ca. 13.00 Uhr: Mit dem Tiefbagger "Liebherr 932" wurde nun das lose Material herausgekratzt. Immer wieder stößt man dabei auf große Bachkiesel, die zeigen, dass sich hier vormals ein Bachlauf befunden haben muss. |
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12. Februar - 14.00 Uhr: Die störenden Felsnasen sollen durch eine Lockerungssprengung beseitigt werden. Hierzu fährt noch einmal kurz der Bohrwagen vor die nun bereits stark "angenagte" Ortsbrust. Wenige Bohrlöcher und einige Stangen Sicherheitssprengstoff helfen das Problem zu lösen. |
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Nach der Beräumung, noch vor den Sicherungsarbeiten wurde noch einmal die noch stehende Ortsbruststärke ermittelt. Keine leichte Aufgabe für den Vermesser - parallel zu seinen Arbeiten wurde mit den Sicherungsarbeiten begonnen. |
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12. Februar - 15.00 Uhr:
Die Spannung ist greifbar - die Mineure bringen die letzte Baustahlmatten-Sicherung vor dem eigentlichen Durchschlag auf. Zu diesem Zeitpunkt trafen am Nordportal bereits die ersten Prominenten ein. |
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12. Februar - 15.30 Uhr: Die Spannung steigt - wieder wird ein Abschlag gesichert; deutlich erkennt man den Rohrschirm des Südportals - an diesem entlang tasten sich Polier und Drittelsführer in Richtung Durchschlag. |
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Die Spannung steigt weiter und weiter ..... Noch zweimal fährt der Bagger vor die Ortsbrust: Beim zweiten Mal gelingt es dem Baggerführer die Spritzbetonschicht (rund 15 cm stark) freizulegen. Videoaufnahme (ca. 1,5 MB !) kurz vor der Durchbruch: |
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Der große Moment: Um 16.58 Uhr fährt der Drittelsführer wieder vor die Ortsbrust. Zielstrebig bewegt er den Reißzahn des Baggers in Richtung der freiliegenden Spritzbetonschnitt. Ein Druck - der Motor heult auf... der Löffel drückt die Spritzbetonschicht nach außen, das erste Tageslicht dringt ein.
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17.12 Uhr - im Tunnel krachen Böller, die Prominenz wird in die Röhre gefahren und wirft einen Blick auf den Durchschlag - dieser gelang dem "Team Thüringen", was bei den Mineuren zu Freudensbekundungen in Form von Böllerschüssen und lautem Freudengeheul sorgte. |
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In kurzer Zeit legte der Baggerführer eine Öffnung von rund 1,80 Höhe und 1,50 Meter Breite frei. |
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17:35 Uhr: Strahlende Gesichter überall ... Hier die Tunnelpatin, Birgit von Ungern-Sternberg. |
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Der Durchschlag ist geschafft. Das beachtliche Loch ermöglicht einen Blick bis hinüber zur alten B33 und den Bahndamm. Von außen erkennt man das Loch sehr gut - damit es nicht übersehen werden kann, wurde die Team-Thüringen-Fahne noch vor Beginn der Durchschlagsfeierlichkeiten im Hotel Bären durch das Loch geschoben und dort befestigt. |
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