Das Projekt Ortsumfahrung Hornberg unterteilt sich, neben dem Hauptbauwerk, dem 1884 Meter langen Tunnel,  in mehrere Teilabschnitte (so genannte "Gewerke"), die sich vom Spatenstich am 13.06.2001 bis Frühsommer 2006 hinziehen werden.

Bereich Nord

Erste Vorarbeiten

Umlegung bestehende B33

Stützwand West

Anschlussstelle Nord

Betriebsgebäude

Randprojekte

die sich während der Bauphase ergaben

ökologische Maßnahmen

Bereich Süd

Brückenbauten:

Stützwand entlang der B33  

Trassenverlegung B33

Bachmauersanierung Gutach

Unterzentrale Süd

Anschlussstelle Süd

Fußgängerbrücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Randprojekte

Durch Klick auf die Links können weitere Infos abgerufen werden

 

 

 

   

 

Während der Bauphase kommt es immer wieder zu so nicht vorgesehenen bzw. geplanten Aktivitäten: 

Zudem galt es, betroffene Anwohner rechtzeitig über geplante Aktivitäten zu informieren; hierbei musste auch auf die Befindlichkeiten der Betroffenen Rücksicht genommen werden:

 

 

 

 

 

Fels-Sicherung am Schlossberg

Um mögliche Gefahren für die Hornberger Bevölkerung in Folge von Steinschlägen ausschließen zu können, wurde während der Vortriebsarbeiten von Seiten der Bauherren sowie der Stadt Hornberg, die sich an den Kosten beteiligt, beschlossen, die Gefahrenbereiche am Schlossberg, Bereich Hackenjos,  abzusichern:

Blick vom Bahnhof zum Schlossberg (Bild vom 20. Dezember).

 

Etliche Flächen des steilen Geländes wurden abgeräumt und je nach Lage der Dinge mit einem Sicherungsnetz überzogen, mit Spritzbeton oder auch mit Felsankern gesichert.

An der steilen Felsnase des so genannten Hackenjos-Felsens ergab sich bei genauer Überprüfung durch den zuständigen Geologen Rochus Basler ebenfalls die Notwendigkeit von Sicherungsmaßnahmen: Auch hier wurden Sicherungsnetze und Anker eingesetzt:

Blick auf den Hackenjos-Felsen von der Freilichtbühne aus in Richtung Schlossberg; links oben kann man die Arbeiter in ihren Seilsicherungen erkennen.

 

 (Bild vom 5. Oktober)

 

 

 

 

Nach dem Durchschlag des Ausgangs der beiden Fluchtstollen Storenwald 1 & 2 im Bereich der Freilichbühne bietet sich ein eindrucksvoller Blick in Richtung Hackenjosfelsen.

 

Bild vom 16. April 03

 

 

   

 

Stützmauern

im Bereich Ziegelgrund und Ziegeldobel

 

 

Bei den Anwohnern im Ziegelgrund bzw. Ziegeldobel, die durch Steinschlag einer Natursteinmauer gefährdet waren, wurden diese Bauwerke von Seiten des Bauherrn zusätzlich gesichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hierzu wurden die gesamten Mauern begutachtet, wo nötig ausgebessert und abschließend mit einem groben Netz gesichert: 

Die betroffenen Anwohner:

 

Die Taleinschnitte im Bereich des Ziegelgrundes und im Offenbachtal erfordern ein besonders sorgfältiges Vorgehen der Mineure:

Zunächst wurde der Ziegelgrund unterquert, dann folgte der unproblematische Bereich im Ziegeldobel, bevor es schließlich an die Unterquerung des Offenbachtal ging.

 

 

 

Zunächst unterquert der künftige Tunnel Grundstücke im Bereich des Ziegelgrundes. Hiervon betroffen sind die Grundstücke der Familien Carosi und Grübnau. 

 

Wie aus dem Plan ersichtlich, liegen zwischen den Häuserfundamenten und der Tunnelröhre rund 28 Meter "Triberger Granit". 

Das Gebirge zeigte im Verlauf der Vortriebsarbeiten keinerlei Setzungen - was sich einerseits positiv auf die die Bebauung der Oberfläche auswirkt, andererseits bzgl. der Übertragung von Erschütterungen und Schall ungünstig ist.

Dadurch sind die Sprengungen für die betroffenen Anwohner deutlich zu spüren und laut zu hören. Schon rund 150 Meter vor und auch lange nach der Unterfahrung ihrer Häuser ertrugen die Bewohner diese Belastung für die OU Hornberg.

Um die größte Sicherheit zu erreichen hatte die Bauüberwachung in Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer (ATH) im Wohnhaus Carosi in den verschiedenen Stockwerken Messgeräte installiert, welche die Erschütterungen und die Lautstärke der Sprengungen registrierten. Die erfassten  Messwerte wurden während der Bauphase ständig von Sprengsachverständigen ausgewertet. Bei Abweichungen (=erhöhter Belastung) konnte bei der nächsten Sprengung sofort reagiert werden - der Vortrieb wurde ggf. verringert und wurde optimiert.

Parallel zur Überwachung der Erschütterungswerte wurden bestehende Natursteinmauern gesichert.

Ende August zeigte sich, dass die große Sorgfalt der Mineure zu keinerlei Beanstandungen geführt hatten. Der erste problematische Taleinschnitt war durchquert.

 

 

 

Im weiteren Verlauf erreicht man dann im Offenbachtal die geringste Überdeckung: Nur rund 19 Meter Felsgestein liegen hier zwischen der späteren Tunnelröhre und den Häuserfundamenten in der Burgstraße.

Hierbei verläuft die Tunneltrasse genau zwischen den Häusern Burgstraße zwei und drei hindurch: 

Am 15. November 2002 erreichte der Tunnelvortrieb die Burgstraße (links Familie Heinzelmann, rechts Familie Ceyone).

Mit den folgenden Abschlägen arbeitet sich der Tunnel an die Stelle mit der geringsten Überdeckung - die Bachsohle des Frombachs; zwischen dieser und der Tunnelröhre liegen nur 15 Meter "Triberger Granit".

Um mögliche Gefahren zu minimieren, wurden in dieser Zeit die Abschläge klein gehalten - pro Sprengung nur 1,50 Meter. Zudem wurde gemäß der Ausbruchklasse wieder auf den getrennten Abbau in Kalotte und Strosse umgestellt. Die eingebaute Sicherung besteht in diesem Abschnitt aus Ankern, Bewehrung und einer 17 cm starken Spritzbetonschicht, die unverzüglich eingebaut wird - 40 Meter zuvor waren es nur rund sieben Zentimeter Spritzbeton. Der Vortrieb verlangsamt sich hierdurch jedoch auf rund drei- bis viereinhalb Meter pro Tag.

Diese Sorgfalt zahlte sich aus: Die Messgeräte, die in den direkt unterquerten Häusern aufgestellt waren, zeigten wie erhofft nur zulässige Erschütterungswerte, die mit den entsprechenden DIN-Normen "für den Schutz von Gebäuden durch "Sprengerschütterungen" zu vertreten waren.

Um die betroffenen Anwohner zu informieren und eventuelle Unklarheiten zu bereinigen hatte die Bauüberwachung unter Leitung von Uwe Geiger zu einer Infoveranstaltung geladen, an der über 40  Personen teilnahmen - Zeichen des guten Kontaktes, den die Verantwortlichen für den Tunnelbau mit den Einwohnern von Hornberg pflegen.

 

 

Rodungsarbeiten

Die künftige Einfädelung der neuen B33 in die bestehende Trasse wird über eine Brücke hergestellt, die nach der Herstellung der Stützwand am Bahndamm in Angriff genommen wird.

Blick vom Südportal (März 2003) - am unteren Bildrand erkennt man die Kappen der Brücke über die Hofmattenstraße. Am (momentanen) "Ausbauende" das Ufer der Gutach. Durch die Bäume hindurch erkennt man die bestehende B33. Der silberne Streif in der oberen Bildhälfte stammt von den Gleisen der Schwarzwaldbahn.

Die Baumreihe zwischen B33 und Gutach mussten (Umweltschutzvorschriften) vor dem 1. März gefällt werden.

Für jeden der gefällten Bäume werden später, im Rahen der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, drei neue an geeigneter Stelle angepflanzt.
In den frühen Morgenstunden des 25. Februar 2004 schlug für einige Bäume entlang der bestehenden B33 "das letzte Stündlein":

Schweres Gerät - Vollernter - und das "zuzgehörige" Fachpersonal machen sich ans Werk:

Mit Hilfe dieses Schredders wurde ein Großteil der Bäume sowie das gesamte Astwerk noch an Ort und Stelle kleingehäckselt - Ast-/Stammdurchmesser von bis zu 40 Zentimetern konnten ohne Probleme verarbeitet werden. 
Unter größt möglicher Vorsicht wurden die Bäume eingeschnitten und zu Fall gebracht.

Je nach Sachlage, war hierbei auch der Einsatz eines Treckers vonnöten:

So schnell als möglich wurden die Stämme weggeschleift, damit der Verkehr zumindest ab und an passieren konnte...

  ...der Schredder im Einsatz.
Nach Abschluss der Rodungsaktion:

 

 

Ein völlig neuer Anblick!

Fahrtrichtung Triberg

Panoramaaufnahme - 27. Februar 2004 - Blick über die Gutach in Richtung Bahndamm

Abriss der Duravit-Villa
Während die Bauarbeiten auf vollen Touren liefen, noch lange vor der Verkehrsübergabe erscheint sie auf vielen Bildern, die rund ums Südportal des Tunnels entstanden sind:

Die "Duravit-Villa"

Design-Center und Konferenzhaus für die Fa. Duravit. Im Sommer 2004 entstand auf dem Firmengelände ein großer Neubau - das alte Design-Center wurde "überflüssig...

Monumentales "Wahrzeichen": Die überdimensionale WC-Schüssel; eine Aussichtsplattform in der Fassade eingelassen.

Unmittelbar vor dem Abriss im September 2005: Die letzten Tage sind gezählt - der Platz wird als Parkfläche für die steigende Mitarbeiterzahl benötigt.

Am 28. September 2005 war es dann soweit:

Von der "Rückseite her wird das Gebäude abgetragen...

Schnell ist es von der Bildfläche verschwunden.

Zurück bleibt ein leerer Platz:
Um eine maximale Anzahl von Stellplätzen zu ermöglichen, wurde die Böschung zwischen dem künftigen Duravit-Parkplatz und der neuen B33 (im Bildhintergrund die neue Stützwand am Bahndamm) mit einer Gabionenwand gesichert. 

Ein (noch) ungewohnter Anblick:

Blick von der bestehenden B33 in Richtung Südportal (18.10.2005)

Noch rechtzeitig vor der Winterpause wurde der Umbau des ehemaligen "Duravit-Villa-Geländes" abgeschlossen. Wo früher Lehrgänge absolviert wurden und die Gäste sich den Ausstellungsstücken widmen konnten ist jetzt ein Firmenparkplatz: 

31.03.2006             

 

 

  

Sanierung der  Natursteinmauer in der Gutach

                                                               ... im Anschluss an das Wehr; neben B33 Süd

Bevor die Arbeiten an der Anschlussstelle Hornberg Süd beginnen konnten (die Ausschreibung für diese Maßnahme erfolgt im Sommer 2005), musste zunächst noch die Granit-Bruchsteinmauer am Rand der Gutach ausgebessert und die Kanalisation in der B33 erneuert werden.

Hierzu wurde Mitte November 2005 mittels Gleitwänden eine Fahrspur unmittelbar am Ortseingang abgetrennt.

Am Fuße der Mauer wurde mit der Errichtung eines Gerüstes begonnen; auf der Oberseite wurde der Straßenbelag abgetragen - die schadhaften Steine wurden von oben her aussortiert.

 

22.11.2005

Noch während auf der Oberseite die Fahrbahn- und Kanalisationssanierung lief, begannen Arbeiter damit, die Bruchsteinmauer wieder in Stand zu setzen. Die neu eingepassten Steine wurden dabei zur besseren Stabilität im Mörtelbett verlegt. Blick in Richtung Ortseingang.

                                                                               7.12.2005

Stück für Stück wird die Bruchsteinmauer wieder in Stand gesetzt.

Parallel zu den Sanierungsarbeiten wurden auch die Sparten neu verlegt bzw. umgelegt. Hier eine Verbindungsmuffe in der Telefonverkabelung unmittelbar vor dem Einbau.

23.12.2005

Hier der Blick auf ein erstes fertiges Teilstück:

Die Gleitwände sind wegen der bevorstehenden Feiertage "zurückgezogen" - beide Fahrspuren stehen somit zur Verfügung, die Ampelregelung entfällt vorübergehend.

Deutlich erkennt man nun den sanierten Bereich. Hier wurden einige Zentimeter Platz geschaffen.

Blick in Fahrtrichtung Triberg:

In diesem Bereich erfolgt später die Zufahrt zur "Anschlussstelle Süd" - man kommt von der B33 in der Ort oder aus diesem auf die B33 (in beiden Fahrtrichtungen)

Auf dem gewachsenen Fels im Bachbett ruht derzeit das zur Montage notwendige Gerüst. Deutlich kann man die "neuen" Blöcke erkennen. Am rechten Bildrand erkennt man, wie der sanierte Bereich vor Beginn der Arbeiten ausgesehen hat.

Blick von der Brücke über den Verlauf der Gutach (Fahrtrichtung Triberg; im Hintergrund das hellgraue Band der neuen Stützwand Bahndamm/B33):

So wie es die Witterung zuließ, wurde nach der Winterpause an der Kappen- bzw. Bruchsteinmauererneuerung weitergearbeitet.

Während so die einen Abschnitte bereits betoniert waren, wurde in anderen Bereichen erst der Unterbau entfernt, die Bruchsteinmauer mit frischen Steinen ausgebessert.

In Verlängerung der Löwen-Brücke wird entlang der (dann ehemaligen) B33 eine Absturzsicherung betonierte.

Blick auf eine fertige Kappe (Stirnseite mit Dämmung und Leerrohren; davor der frei geräumte Bereich des nächsten Abschnittes.
Blick in Fahrtrichtung Triberg:

Und Blick auf die Gutach - das Baugerüst wurde bereits "aufgerückt":

31.03.2006                  

Planmäßig konnte in diesem Abschnitt gearbeitet werden; Meter um Meter der Mauer wurden saniert, die Fahrbahnkappe sowie die Absturzsicherung fertiggestellt. Leerrohre für die Elektrik der Straßenbeleuchtung, aber auch Steurungskabel für die Verkehrszeichen rund um die Anschlussstelle Hornberg-Süd ergänzen die Sanierungsmaßnahme.
Der fertig gestellte erste Bereich; noch fehlen die Kanaldeckel. Der Fahrbahnbelag wird dann im Zuge der Herstellung der Anschlussstelle angepasst.

Blick "hinter die Kulissen":

Noch steht das Gerüst für die letzten Baumaßnahmen; Ende Mai wird es abgebaut. Deutlich erkennt man die Drainageauslässe der Fahrbahnentwässerung.

Blick auf die "Löwen-Brücke" mit der fertig sanierten Bruchsteinmauer an der Gutach. Auch das Geländer ist zwischenzeitlich montiert. Letzte Arbeiten an der Fahrbahn schließen dann Ende Mai 2006 auch diese Maßnahme ab:

Nahtlos gehen so die Arbeiten in die Anschlussstelle Hornberg-Süd über:

15. Mai 2006                         

 

 

 

 

 

Beweissicherung: Quellen

Text folgt ...